Logo

Champions League und DFB Pokal Finale 1999

Die beiden Endspiele waren für die Bayern wie zweimal schlechter Sex: Gegen Manchester fehlten 2 Minuten und gegen Bremen 15 Zentimeter.
(Harald Schmidt zu den beiden Finals)

Champions League, Finale 1999: Bayern erlebt gegen Manchester United seinen ultimativen Alptraum, verliert in der Nachspielzeit die Übersicht, die Nerven und alles, was schon gewonnen geglaubt war. Der Champions-League-Titel geht an ManUtd, Bayern weint. Die Last-Minute-Tore von Teddy Sheringham und Ole-Gunnar Solskjaer reißen den FC Bayern München aus den Träumen, der bereits ausgewechselte Lothar Matthäus konnte die Champions-League-Sieger-Kappe wieder absetzen bzw. vor Manchester United ziehen, die eines der sensationellsten Comebacks in einem Champions-League-Finale hinlegten.
Als Mario Basler die Bayern im Finale 1999 im Camp Nou von Barcelona vor 90.000 Zuschauern per Freistoß in Führung schoss, war die Bayern-Welt gegen ManUtd noch in Ordnung – wie auch fast über das gesamte Endspiel. Das Basler-Tor hielt bis zur 90. Minute, aber der FC Bayern hatte versäumt, den Sack zuzumachen. Und das rächte sich aufs Bitterste für die Münchner. Sheringham, Tor, Solskjaer, Tor, Schlusspfiff. ManU feiert…

Berlin, 11.Juni 1999: Zwei Wochen nach dem Champions League Finale mussten die Bayern noch zum Pokalfinale antreten. Vorher kamen aus dem Bayern-Lager solche Sprüche wie "Ein zweiter Platz für Bremen ist doch auch was schönes" usw. Doch es kam anders... Hochverdient gewann der SV Werder Bremen im Elfmeterschiessen, in dem den zwei Leitwölfen der Bayern, Stefan Effenberg und Lothar Matthäus, die Nerven versagten. Effenberg schoss über das Tor und Matthäus' Schuss wurde glänzend von Bremens Frank Rost pariert. Der Spruch des Tages kam von Frank Rost: "Es ist ein geiles Gefühl, die Bayern vom Sockel zu stossen."